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Björn Prölß: Panikmache der Beltretter

03.07.2018

Tunnelbefürworter von Beltoffen kritisieren neue Broschüre scharf. Prölß: Horrorszenarien vergraulen Touristen, schreibt das Fehmarnsche Tageblatt.

Wo es Befürworter einer Sache gibt, sind die Gegner auch nicht weit weg. So verhält es sich auch beim geplanten Milliardenprojekt der Festen Fehmarnbeltquerung. Erst kürzlich haben die Beltretter mit einer neuen Broschüre gegen den Tunnel auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Jetzt melden sich die unter dem Dach des Vereins Beltoffen zusammengeschlossenen Fürsprecher des Tunnelprojekts zu Wort. Beltoffen-Vorsitzender Björn Prölß geht mit den Beltrettern hart ins Gericht, so das Fehmarnsche Tageblatt.

„Die Marketingexperten der Tunnelgegner haben eine neue Hochglanzbroschüre herausgebracht und bleiben darin ihrer Strategie treu, mit haltlosen Behauptungen Panikmache zu betreiben und negative Stimmung gegen den Fehmarnbelttunnel zu schüren. Damit sprechen sie nicht für unsere Region“, ist er der Auffassung, dass die Beltretter nur eine Minderheit vertreten. Der neue Prospekt der Beltretter stehe zudem für einen dünnen Informationsgehalt, emotionale Statements und viel Angst vor Veränderung. „Wir setzen uns für einen Dialog ein, in dem unterschiedliche Argumente und Ansichten angehört und wertgeschätzt werden“, entgegnet Prölß. Hierzu würden auch die Standpunkte derer gehören, die Wachstum und Wohlstand „für unsere Region erwarten, wenn die feste Verbindung nach Dänemark fertiggestellt ist“, zitiert das Fehmarnsche Tageblatt.

Indirekt würden „die Tunnelgegner und ihre Werbeagentur“ mit ihren Horrorszenarien, die sie sich „ausdenken“, auf lange Sicht sogar die Touristen vergraulen, befürchtet der Beltoffen-Vorsitzende, der sagt: „Dabei ist längst nachgewiesen und für jeden in den Planfeststellungsunterlagen einsehbar, dass weder die Ostsee über Jahre zur trüben Brühe wird noch die Baustelle auf Fehmarn die monströsen Ausmaße einnehmen kann, wie die Fotomontage der Tunnelgegner es suggeriert.“ Die meisten Menschen in Ostholstein seien „sehr viel klüger und differenzierter als der plumpe Populismus der Tunnelgegner“, poltert Prölß.