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Bäderbahn als Busstrecke?

06.07.2018

Nah.SH erwägt Umwandlung der Trasse. Auch ein Radweg ist im Gespräch, schreiben die Lübecker Nachrichten.

Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Ostholstein war eines der entscheidenden Themen beim Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung in Oldenburg. Unter anderem ging es dabei auch um die künftige Nutzung der Bäderbahntrasse, so die Lübecker Nachrichten (LN).

Es werde erwogen, die Strecke entweder generell für Busse auszubauen oder aber, sie nur in Notfällen zu nutzen, erläuterte Simon Preis von Nah.SH. Geplant sei auf jeden Fall, den bisherigen Schienenverkehr auf die Straße zu verlegen: Statt der Bäderbahn soll es nach dem Bau der neuen Trasse zur Beltquerung dann den Bäderbus geben. Denkbar sei, dass dieser weiterhin auf der jetzigen Bädertrasse fahre, so Preis.

Alternativ sei aber auch ein Ausbau der Strecke als Fahrradweg im Gespräch, der dann nur in Ausnahmesituationen von den Bussen genutzt werde – etwa bei Stau auf der üblichen Strecke. Bei dieser Variante gebe es gleichzeitig eine freie Strecke für Rettungsfahrzeuge, schreiben die LN. 

Während vonseiten des Fahrgastverbands „Pro Bahn“ erneut Kritik am beschlossenen Aus für die Bäderbahn kam – der Verband hatte sich stets für den Erhalt ausgesprochen (die LN berichteten) –, plädierte der Kreisbauernverband dafür, die Trasse komplett zurückzubauen und die Flächen zu entsiegeln. „Aus Sicht der Landwirte kann es keine andere Lösung geben“, betonte Geschäftsführer Holger Schädlich. Erste Ergebnisse eines Gutachtens zum Thema soll es Mitte Juli geben, so die LN.