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Beltretter: Bestehendes hat Vorrang

20.08.2018

„Die Bundes- und Landesregierung sollten erst mal bestehende Straßen, Tunnel und Brücken in Schuss bringen, bevor sie mit dem zweifelhaften Milliarden-Projekt Belttunnel inklusive Hinterlandanbindung Milliarden in den Wind schießen.“ Dazu ruft die Beltretter-Bewegung auf, schreibt das Fehmarnsche Tageblatt.

Allein von den etwa 39 500 Brücken der Autobahnen und Bundesstraßen soll laut Bundesregierung nur noch jede achte in gutem Zustand sein. Jede dritte müsste zeitnah saniert werden, bei elf Prozent der Bauwerke bestehe umgehend Baubedarf, so die Beltretter, die sich hierbei auf eine Meldung der Deutschen Presseagentur beziehen, schreibt das Fehmarnsche Tageblatt.

„Hinzu kommen noch dringend zu sanierende Autobahnen, Straßen und Tunnel. Vor dem Hintergrund dieses erschreckend großen Sanierungsstaus appellieren wir, nicht auf die Erneuerung von Bestehendem zu verzichten, nur um in ein zweifelhaftes Milliarden-Projekt investieren zu können.“

Beltretter-Sprecherin Karin Neumann: „Bundes- und Landesregierung sollten Straßen, Tunnel und Brücken instandhalten, die heute bereits erwiesenermaßen stark gebraucht und genutzt werden. Beim Belttunnel hingegen handelt es sich um reine Phantasterei, eine riskante Spekulation und ein politisches Selbstverwirklichungsprojekt.“