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Wacken-Bosse erwarten Zuströme aus Skandinavien – und mischen daher am Belttunnel mit

24.08.2018

Gerade geriet das ganze Dorf wieder einmal in den jährlichen Wacken-Wahnsinn. Die Metal-Welt moscht die Heide. 75.000 Festival-Besucher, das weltweit größte Treffen der Headbanger – mehr geht nicht, schriebt der Nwesletter der Deutschen Bahn, Anbindung FBQ Aktuell.

Das alles gäbe es nicht ohne Holger Hübner. Doch der kann weit mehr als Metal-Open-Air. Wie etwa Werner-Rennen Part II, Metal-Kreuz- oder auch Ski-Fahrten. Seine neueste Vision: Mitwirken an der neuen Verbindung zwischen Skandinavien und Deutschland, der Festen Fehmarnbeltquerung. Als einer von 20 Partnern der Baltic FS – das sind verschiedenste Dienstleister aus Ostholstein – bringt er seine Firma ICS Festival Service in Stellung, so Anbindung FBQ Aktuell.

Baltic-FS-Gesellschafter Thilo Gollan, der Metal-Fan ist, hatte den Kontakt zu Hübner und dessen Partner Thomas Jensen hergestellt. „Die Organisation und den Betrieb von komplexen Veranstaltungen haben wir von der Pike auf gelernt und optimiert“, führt Hübner aus. Die Beltquerung sei ähnlich wie Wacken eine gigantische Herausforderung. Hübner erläutert, warum sein Engagement logisch erscheint: „Mehr als 20 Prozent unserer Wacken-Gäste kommen schon aus Skandinavien.“ Tendenz steigend. Viele Metal-Fans fahren außerdem über Deutschland zu Festivals nach Dänemark und Schweden. Daher laute seine Devise: „Europa, wir leben dich.“

Holger Hübner kann nicht nur Wacken, sondern verfolgt viele Geschäftsideen, so der Newsletter.

Auf Wacken waren auch dieses Jahr wieder zehntausende Metal-Fans.

Hübner und ICS sind gewachsen. Das Festival, das 1990 mit gerade einmal 800 Fans startete, hatte 2015 schon mehr als 75.000 Kuttenträger in Wacken. Das funktioniert nur mit einer hochprofessionellen Organisation. Das mehr als 240 Hektar große Festivalgelände wird mit 40 Kilometer Bauzaun abgesperrt. Einige Bühnenbereiche haben eine Fläche von mehr als vier Hektar. Für den Gang nach dem großen Durst stehen mehr als 1.300 Toiletten zur Verfügung – ebenso wie 500 Duschen, um den Schweiß abzuspülen. Auch die Logistik ist eindrucksvoll: 2.200 Lkw rollen bepackt mit Material an, außer- dem benötigt das Festival so viel Strom, wie nötig wäre, um eine Stadt mit 70.000 Einwohnern zu versorgen. Insgesamt sind 5.000 Mitarbeiter nötig, um das Festival zu realisieren.

Die Parallelen zum Beltprojekt sind gegeben. Denn auch die Mega-Baustelle in Rödby wird eine eigene kleine Welt sein und beherbergt mit dem Baustart bis zu 5.000 Bauarbeiter. Auch die benötigen Strom, Sanitär und Sicherheit – dafür könnte ICS sorgen, schreibt Anbindung FBQ Aktuell.